Syrien → Stuttgart

Am 1. September 2015 sind Sahel, Abdul und Hassan in Stuttgart am Hauptbahnhof aus dem Zug gestiegen. Sie kamen aus Syrien. Seitdem haben sie Deutsch gelernt, sind von Stuttgart nach Karlsruhe wieder zurück nach Stuttgart in eine Turnhalle und schließlich in eine Wohnung umgezogen. Sie wunderten sich über so manches: Ihre Sprachlehrerin umarmt sie zur Begrüßung. In Deutschland laden auch mal die Frauen Männer ein und nicht immer nur umgekehrt. Und es dauert hier mehr als drei Monate, bis drei junge Syrer einen Asylantrag stellen können.

Meine Kollegen Melanie Maier, Hanna Spanhel, Jürgen Bock und ich begleiten Sahel, Abdul und Hassan in einem Langzeitprojekt für die Stuttgarter Nachrichten. Hier findet ihr eine Übersicht über unsere Texte. Und hier lest ihr, wie das Land Baden-Württemberg und der Bund sich beim Chaos mit den Asylanträgen gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben.